
Vestibularmotorik trainieren. Im Vestibül.
Seit unsere tierischen Vorfahren vor Jahrmillionen aus dem Wasser stiegen und das Land eroberten, war ein gutes Gleichgewicht unabdingbare Voraussetzung, um im harten Kampf des Daseins zu bestehen.
Nicht umsonst entwickelt sich das für den Gleichgewichtssinn zuständige Vestibularsystem bereits im Mutterleib, erst nach der Geburt wird es jedoch durch allerlei Herausforderungen – vom Rollen über das Sitzen zum Laufen – trainiert.
Durch diese „Auseinandersetzung mit der Schwerkraft“, was leicht euphemistisch nichts anderes als die stete Abfolge von Hinfallen und Aufstehen meint, entwickelt sich die neurobiologische Steuerung des Gleichgewichtssinns. Dieses komplexe und hochfeine System, das hinter der banalen Tatsache steht, daß der Mensch aufrecht geht (der eine mehr, der andere weniger), kann mit entsprechenden Übungen trainiert und sensibilisiert werden. Solcherart geübt, sollte es nicht dazu kommen, daß einen erst beim Fallen die Erkenntnis trifft, wie angebracht etwas sportliche Vorsorge gewesen wäre. Dabei helfen die folgenden Gerätschaften zur Verbesserung der Vestibularmotorik, die Sie mit wenigen Handgriffen bei sich zu Hause oder im Garten in Gebrauch nehmen können.
Sportliche Zitterpartie.
Auch wenn es einem herzlich gleichgültig ist, was sich hinter Begrifflichkeiten wie „Eingangsinformationen der Propriozeptoren und Rezeptoren“ oder „Koordination der intersegmentalen Muskulatur“ verbirgt,
wird man mit diesem Gerät nicht nur viel Freude haben, sondern auch von seiner Wirkung profitieren.
Bei der Erstbesteigung der frei aufgehängten Holzplatte gilt es, sich zunächst im wahrsten Sinne des Wortes einzuschwingen. Hat man einmal die Balance gefunden, macht es schlicht Spaß, mit dem Gerät zu trainieren – nicht nur im Hinblick auf den noch fernen, winterlichen Skiurlaub, bei dem einem das halbe Jahr des Trainings auf der Piste sicherlich zugute kommt.
Der Koordinationstrainer wird auch in Sporthochschulen und Trainingszentren genutzt: Leistungssportler optimieren damit Bewegungsabläufe, verkürzen ihre Reaktionszeiten und stabilisieren die Reflexe.
Bei „Normalsportlichen“ stärkt das regelmäßige Training die Muskulatur, verbessert die Haltung und spricht alle für die Balance verantwortlichen Sinne an – die Rezeptoren in den Fußsohlen, Muskeln und Gelenken, das Gleichgewichtsorgan im Ohr, das Auge und das Zentrale Nervensystem. Die Übungen zwingen die Muskeln zu ständigen minimalen Ausgleichsbewegungen, wobei entstehende Vibrationen durch die federnd aufgehängte Platte noch verstärkt werden, und verbessern so die Haltungsmuskulatur.
Koordinationstrainer
(Abbildung oben) Höhe 48,5 cm, Breite 58 cm, Tiefe 58 cm. Gewicht 7 kg. Belastungsgewicht max. 150 kg. Lieferung in einer Transporttasche mit Umhängegurt. » zum Produkt... 315,00 Euro
Aufbau-Set Koordinationstrainer
(Abb. links) Für ein sanfteres Training, das sich vor allen Dingen auf die Schulung des Gleichgewichts konzentriert. Mittels der vier Verlängerungsstäbe lassen sich die Bügel auf Hüfthöhe (106 cm) verlängern; der Übende kann sich dann direkt an ihnen festhalten. » zum Produkt... 91,00 Euro
Stabiler Kreisel. Fragiles Gleichgewicht.
Ein Körper ist dann im Gleichgewicht, wenn sich alle angreifenden Kräfte beziehungsweise Momente gegenseitig aufheben.
Dieser Kreisel zeigt es im Ruhezustand vorbildlich. Stellt sich dagegen ein motivierter Balancierwilliger auf ihn, bleibt an diesem zunächst rein gar nichts im Gleichgewicht und erst recht nicht ruhig.
Weil der Sportkreisel dank der nicht ellipsen- sondern halbkugelförmigen Unterseite aus Aluminium mit Stahlkern nur einige Zentimeter höher ist als ein geläufiger Therapiekreisel, geraten die Balanceübungen mit ihm zur echten sportlichen Herausforderung an Gleichgewichtssinn und Koordinationsvermögen. Sie fordern und fördern eine intensive Beteiligung der kurzen Fußmuskulatur und sämtlicher langer Beinmuskeln bis hinauf zum Becken zum Ausgleich der konstanten Instabilität; bei Übungen im Kniestand, Sitz und in Bauchlage wird auch die Rumpfmuskulatur angesprochen und trainiert.
Die Übungen – der Umgang mit dem Kreisel ist denkbar einfach und erschließt sich unmittelbar – sollten dabei grundsätzlich barfuß ausgeführt werden, um gleichzeitig die Sensibilität der Fußrezeptoren zu schulen. Hat man sich in die Gerade gewackelt, kann man für kurze Augenblicke das nahezu ätherische Gefühl der absoluten (muskulären) Ruhe genießen und über die Ironie des Schicksals (oder der Neurophysiologie) sinnieren, daß unser Gleichgewichtsgefühl auf festem Boden um so sicherer wird, je intensiver und regelmäßiger wir unseren Körper mit Dysbalance konfrontieren.
Sportkreisel Stahlkern
Höhe 11,5 cm, 36,5 cm Ø. Belastungsgewicht max. 120 kg. » zum Produkt... 89,00 Euro
Äquilibristik im Garten. Ein Balanciergurt zum Aufspannen.
Ende der 1960er Jahre suchten Bergsteiger im legendären „Camp 4“ im Yosemite- Nationalpark nach einem Zeitvertreib für die von schlechtem Wetter verursachte Wartezeit bis zum nächsten Anstieg. Zunächst balancierten sie auf den Absperrketten des Campingplatzes, bald jedoch auch auf den gespannten Seilen und Gurten ihrer Ausrüstung.
Enthusiasten dieses Zeitvertreibs entwickelten daraus Anfang der 1980er Jahre den Balanciergurt. Er wird mittels einer Spannratsche zwischen zwei geeigneten Bäumen oder Pfeilern mehr oder weniger flexibel gespannt – unserer wurde auf eine Bruchlast von 2,5 t geprüft – und bietet mit rund 5 cm Breite auch Ungeübten eine vertrauenerweckend breite Fläche.
Wer ihn regelmäßig nutzt, merkt schnell, wie das ständig erforderliche Ausgleichen der Bewegungen nicht nur den Gleichgewichtssinn, sondern auch Konzentration und Körperkoordination trainiert – Geübte können sich auch an Sprüngen und Drehungen versuchen.
» zum Produkt... 59,00 Euro
Baumschutz Balanciergurt
Schützt Rinde und Stamm vor Schäden. Polyesterfaser (PES). Länge 2 m, Breite 12 cm. Gewicht 370 g.
» zum Produkt... 26,50 Euro
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145,00 Euro
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145,00 Euro
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