
Die Bar kommt nach Hause.
Schrankwände verschwinden aus Wohnzimmern (was man nicht eigentlich, aber wegen des nun fehlenden Barfachs doch bedauern muß), die Kellerbar ist weitgehend (außer bei Helmut Schmidt in Hamburg- Langenhorn) außer Betrieb oder dem Arbeits- oder Fitneßraum gewichen. Und wenn der Tag geht, kommt heutzutage nicht mehr der Whisky, sondern der Pizzabote. Da ist es an der Zeit, aus wohnkulturellen und praktischen Gründen, die Hausbar, wenn auch in diesem Fall eine kleine, wieder zu etablieren.
Hier rollt ein Möbel in salonfähiger Gestalt an, das trotz übersichtlicher Ausmaße alles mitbringt, um diese Lücke in unseren Möblierungs- und Trinkritualen zu schließen. Zum Zelebrieren des guten Schlucks und zum Wiederentdecken der Muße – und nicht zuletzt zur Erkenntnis führend, daß es überflüssige Möbel geben mag, für Flüssiges aber eben kein ordentliches vorhanden war.
Wandel-, Klapp- und Rollbar.
Der Barschrank macht im geschlossenen Zustand nicht viel Aufhebens und braucht kaum Platz, halb- oder ganz geöffnet zeigt er dagegen seine Wandlungsfähigkeit:
wahlweise winklig oder fluchtend aufgestellt, mit ein- oder ausgeklappten Tabletts, so daß sich Abstellfläche und Erscheinungsform nach Belieben verändern lassen. Beide Korpushälften sind mit verdeckt montierten Möbelrollen ausgestattet und machen den Schrank beweglich, beim Ein- und Ausschwenken, aber auch, wenn er einmal verrückt werden soll.
Aus optischen Gründen ist die Bodenluft auf ein Minimum reduziert. Wie man den Schrank belegt, ergibt sich durch die Einteilung. So bieten sich zum Beispiel die Fächer der unteren Ebene zum Aufbewahren von Flaschen und die Schubkästchen für Werkzeuge wie Korkenzieher und Barzange an. Praktischerweise haben zwei offene Edelstahlschalen ihren festen Platz im Schrank, sie dienen bei Benutzung der Bar als Snack-, Zitronen-, Oliven- oder Eisbehältnisse auf den Abstellflächen. Der Entwurf für das multifunktionale Möbel stammt vom dänischen Gestalter Kurt Østervig (1912-1986). Berühmtester Benutzer eines Barschranks war John Wayne: wahrscheinlich, weil er niemals für einen Whisky in den Keller oder in die Küche gegangen wäre.
Barschrank Kirschbaumholz
H 99 x B 59 x T 45 (geschlossen), H 86,5 x B 179,5 x T 29,5 cm (geöffnet, fluchtend auf volle Breite ausgeklappt). » zum Produkt... 2.485,00 Euro
Aus Dänemark. Der Stehsekretär.
In der Tischlerei Aksel Kjersgaard im dänischen Odder werden seit 1952 Möbel für den Wohnbereich hergestellt. Auch wenn dänische Gestalter an den Entwürfen beteiligt sind – das Möbeltischler- Handwerk steht, von der Auswahl des Holzes bis zur Verarbeitung des kleinsten Details, im Vordergrund der Arbeit.
Sieben Schubladen, zwei kleinere Schubkästen und ein detailliertes Fächersystem im Inneren des Schreibfaches machen aus diesem schlanken Stehpult ein kleines Ordnungs- und Raumwunder.
Die obere Platte sowie die Schubladen und die Inneneinteilung sind aus massivem, geöltem und gewachstem Kirschbaumholz, die Seitenwände, die Schreibplatte und die Tischplatte aus furnierter Tischlerplatte; Rückwand und Schubladenböden aus furniertem Sperrholz. Die Führung der oberen Schubkästen erfolgt durch eine auf der Innenseite der Kästen geführte Nut. Und weil man bei Kjersgaard eben auch auf „Kleinigkeiten“ achtet, hängt die geöffnete Schreibunterlage nicht an irgend etwas, sondern an zwei Klappenhaltern aus massivem Messing.
Schreibfläche 45 x 33 cm. Vier größere Schubladen 16 x 45 x 33 cm. Drei mittlere Schubladen 9,5 x 45 x 33 cm. Zwei kleine Schubkästen 8 x 22 x 33 cm. Höhe 150 cm, Breite 55 cm, Tiefe 41 cm. » zum Produkt... 2.064,70 Euro
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