Schmackhafte Zierde. Dekorative Gemüsepflanzen.
Vor allem die Maler der Renaissance waren es, die den dekorativen Reiz unserer Nahrungsmittel für ihre Stilleben entdeckten.
Doch auch die Landschaftsarchitekten dieser Zeit haben die Gemüse in dekorative Küchengärten in die Schloßanlagen geholt. Eines der prächtigsten Beispiele findet sich im Schloß Villandry an der Loire – aber auch in jedem gutsortierten Bauerngarten.
Wirsing ’Rosso diVerona‘ (Brassica oleracea convar. capitata convar. sabauda)
- Wirsing ist im 18. Jahrhundert in Savoyen als Variante des Kopfkohls entstanden und wird deshalb in älteren Gartenbüchern auch als Welschkraut oder Savoyerkohl bezeichnet. Er ist sehr frostverträglich und kann vom Herbst bis ins Frühjahr geerntet werden. Nach Frosteinwirkung bildet sich Zucker, und sein Geschmack wird noch milder. Bei der traditionellen italienischen Landsorte ’Rosso di Verona‘ sind Blätter und Blattrippen rotviolett gefärbt. Diese Erscheinung verstärkt sich bei niedrigeren Temperaturen.
Roter Grünkohl ’Redbor‘ (Brassica oleracea convar. acephala var. sabellica)
- Grünkohl gehört zu den ältesten genutzten Kohlarten und stammt von den Küstenregionen Nord- und Westeuropas. Die stark gekräuselten Blätter schmecken am besten nach Frosteinwirkung; sie stehen an einem bis zu 1 m hoch werdenden Stiel. ’Redbor‘ hat weinrote Blattrippen; mit zunehmender Kälte gehen die erst blaugrünen Blätter ebenfalls ins Weinrote über.
Mangold ’Bright lights‘ (Beta vulgaris ssp. vulgaris var. cicla)
- Mangold hat sich aus einer Wildpflanze der östlichen Mittelmeerküste entwickelt. Neben Blattmangold, das gerne als SpinatErsatz verwendet wird, gibt es Stielmangold, dessen breite Rippen vor allem in der Schweiz, in Italien und Frankreich für Gemüsegratin verwendet wird. Wir bieten eine Mischung mit intensiv gefärbten Stielen in Weiß, Rosa, Rot und Gelb an.
Zucchini ’Gold Rush‘ (Cucurbita pepo var. giromontiina)
- Dieses Gemüse stammt ursprünglich aus Südamerika. Es gibt sowohl rankende wie buschförmig wachsende Sortenmit verschiedenfarbigen Früchten. Am besten schmekcken sie jung und zart mit dünner Schale. Auch die Blüten können mit Füllungen verschiedenster Art gedünstet werden. ’Gold Rush‘ ist rankenlos und bildet goldgelbe Früchte.
Stangenbohne ’Borlotto Lingua di Fuoco‘ (Phaseolus vulgaris var. vulgaris)
- Diese italienische Landsorte schmückt sich mit rotgrün gefleckten Schoten. Die weißen Kerne mit roten Sprenkeln eignen sich gut auch zur Verwendung als Trockenbohnen. Die zu den Schmetterlingsblütlern gehörenden Pflanzen werden 2–3 m hoch und benötigen eine entsprechende Rankhilfe.
Kapuzinererbse ’Blauwschokker‘ (Pisum sativum convar. speciosum)
- Eine Spezialität, die in Ostfriesland und Holland traditionell in deftigen winterlichen Eintöpfen mit Speck genossen wird. Die Sorte ’Blauwschokker‘ bildet sehr hübsche blauviolette Blüten, aus denen sich gleichfarbige Hülsen mit hellgrünen Kernen entwickeln.
Dekorative Gemüse 6 Tüten. » zum Produkt... 20,00 Euro
Variantenreich: Mohne und Verwandte.
Die Mohngewächse gehören mit ihren weithin leuchtenden Farben zu den wirkungsvollsten Pflanzen in den Rabatten und Sommerblumenbeeten.
Marienkäfermohn (Papaver commutatum)
- Er ist ursprünglich in Südosteuropa beheimatet und wächst dort bis in 1.800 m Höhe. Die kräftig scharlachroten Blüten sind mit markanten schwarzen Flecken verziert. Dieser Mohn, der sich durch Selbstaussaat gut im Garten hält, wurde von der englischen Royal Horticultural Society als besonders gartenwürdig ausgezeichnet. Er wird bis 60 cm hoch.
Hornmohn (Glaucium flavum)
- Der botanische Name leitet sich vom griechischen „glaucos“ (= blaugrün) ab, den die Pflanze wegen ihres ungewöhnlichen, blaugrünen Laubs erhielt. Die großen, zitronengelben Blüten sind – mohntypisch – eher kurzlebig, öffnen sich aber von Juni bis in den späten Herbst ununterbrochen in großer Zahl. Die anspruchslose Pflanze kann sich mehrere Jahre im Garten halten und sät sich zudem selbst aus; die Höhe ist stark vom Standort abhängig und schwankt zwischen 20 und 90 cm.
Kalifornischer Mohn ’Apricot Chiffon‘ (Eschscholzia californica)
- Diese Pflanze bedeckt im Frühjahr große Flächen im Südwesten der USA und ist für Kalifornien so typisch, daß die Blüte das Wappen des Staates ziert. Zu Zeiten des großen Goldrauschs wurde sie in alle Welt verbreitet. Über hübsch gefiedertem, blaugrünem Laub öffnen sich von Juli bis September die leuchtend goldgelben Blüten mit kräftig orangefarbenem Rand. Die Pflanze sät sich gut selbst aus und wird 25 cm hoch.
Klatschmohn, 2 Sorten (Papaver rhoeas)
- Ursprung und Verbreitung des heimischen Klatschmohns war schon immer mit dem Getreideanbau verbunden; er galt als typische „Saatgutverunreinigung“. Er ist ausgesprochen variabel und sät sich gut selbst aus – allerdings nicht immer ganz sortenecht. Wir haben zwei besonders hübsche Sorten ausgewählt: eine zartrosafarbene mit cremegelber Mitte und eine gefüllte Auslese mit weißen, rotgeränderten, gerüschten Blüten.
Besondere Mohngewächse 5 Tüten
Je 1 Tüte Samen der aufgeführten Sorten. Mit ausführlicher Aussaat und Pflegeanleitung.
» zum Produkt... 20,70 Euro
Von Elfenschuh und Marienblume. Historische Akeleien.
Die Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris) ist eine heimische Waldblume, die schon seit vielen hundert Jahren auch als Gartenpflanze kultiviert wird. Typisch ist die Blütenform: fünf Kelchblätter sind von fünf Kronblättern umschlossen, die in dem typischen Sporn enden.
Bei den Germanen war die Akelei den Elfen und der Himmelsgöttin Frigga geweiht und als „Elfenschuh“ bekannt; nach Einführung des Christentums wurde sie eine Pflanze des Marienkultus und hieß fortan „Unserer lieben Frau Handschuh“. Im Mittelalter galt sie wegen der Form der Blätter als Symbol der Dreifaltigkeit.
Im Laufe der Zeit sind aus der einfachen, blauvioletten Blume eine Vielzahl Gartensorten entstanden, bereits 1585 verzeichnete der Breslauer Arzt Scholz rote, weiße, gelbe, einfache und gefüllte Varianten.
Wald-Akelei ’Nora Barlow‘ (Aquilegia vulgaris)
- Nach der Enkelin von Charles Darwin benannte Sorte mit dichtgefüllten Blüten, rot mit weißgrünlichen Spitzen. Darstellungen solcher sternförmigen Blüten finden sich bereits im 15. Jhd. Mit graugrünem Laub bis 70 cm hoch.
Wald-Akelei ’Munstead White‘ (Aquilegia vulgaris var. nivea)
- Reinweiße Variante aus dem Munstead-Wald in Surrey, eine Lieblingssorte von Gertrude Jekyll. Blühfreudige, aufrechtwachsende, bis 75 cm hohe Akelei mit kurzen Spornen.
Wald-Akelei ’Woodside Strain‘ (Aquilegia vulgaris)
- Unter dieser Bezeichnung ist eine Mischung aus verschiedenen Blütenfarben (Blau, Violett, Rosa und Weiß) zusammengefaßt; das Besondere ist das goldgelb panaschierte Laub.
Kanadische Akelei (Aquilegia canadense)
- Amerikanische Art, die 1640 von dem Pflanzenjäger John Tradescant entdeckt und erfolgreich im eigenen Garten ausgesät wurde. Die 45 cm hohe Pflanze trägt zierliche rotgelbe Blüten und eignet sich hervorragend als Bodendecker im Steingarten.
Duftende Akelei (Aquilegia fragrans)
- Diese Akelei stammt ursprünglich aus dem Himalaya-Gebiet und ist eine der ganz seltenen duftenden Arten. Ihre blaugrünen Blätter duften nach Äpfeln, die cremefarbenen Blüten süß nach Nelken. Sie wird 40 cm hoch.
Historische Akeleien 5 Tüten
Je 1 Tüte Samen der aufgeführten Sorten. Mit ausführlicher Aussaat und Pflegeanleitung.
» zum Produkt... 20,00 Euro