Gerades weites Bein, bis übers Knie gefüttert (Futterstoff 100% Viskose). Untertritt mit vier sichtbaren Knöpfen. 2 Passepoiletaschen vorn, 1 Gesäßtasche. Seitennähte doppelt gesteppt. 100% Langfaserhanf in Leinwandbindung. Gewebegewicht 210 g/qm, Garnfeinheit Nm 18. Fußweite bei Größe 38 = 54 cm.
Aus einer Zeit, als es noch keine Reißverschlüsse gab. Typisch und unverwechselbar, nebenbei sehr praktisch, ist der geknöpfte Untertritt dieser Matrosenhose. Sie ist weit geschnitten und von äußerst bequemem Sitz und guter Paßform.
Seit etwa zwanzig Jahren erlebt Hanf, eine der ältesten Nutz- und Zierpflanzen, eine Renaissance – als nachwachsender Rohstoff ist er nicht von ungefähr wieder gefragt und wird bei der Papierherstellung oder als Dämmstoff im Autobau eingesetzt. Für die Herstellung von Textilien aus Hanffasern spricht zum einen, daß weder beim Anbau noch bei der Ernte und Verarbeitung Chemikalien eingesetzt werden müssen. Zum anderen: Von den Eigenschaften ist Hanf der weltweit gewebten, gewirkten und gestrickten Baumwolle sogar überlegen – Widerstandsfähigkeit und Verschleißfestigkeit sind deutlich besser; Segeltuch wurde deshalb früher aus Hanf gefertigt. In Belgien haben wir eine alte Matrosenhose mit zu knöpfendem Latz gefunden, die uns für eine Hose und einen Rock als Vorbild dient. Wir lassen sie aus Langfaserhanf arbeiten, denn nur daraus lassen sich überhaupt so feine und gleichmäßige Garne spinnen, wie man sie für Bekleidung benötigt, überdies ist unser Hanfgewebe auch nicht so schwer wie Segeltuch, sondern fein und leicht. Der Rohstoff stammt aus traditionellen Anbaugebieten in Nordfrankreich und wird in Belgien bei Libeco gewebt. Von dort beziehen wir auch unser flämisches Leinen. Ein kleiner Wermutstropfen: Hanf wird bei steigender Nachfrage immer noch sehr selten als Textilfaser verarbeitet und hat unbestritten seinen Preis. Ein Bekleidungsstück aus Hanf kann allerdings aufgrund seiner Eigenschaften sehr lange getragen werden.
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