Der „Astroturfer“ ist für das Laufen im Gelände ausgelegt. Sein Profil greift auch auf feuchtem, unebenem Grund, und das Obermaterial
aus schwarzem, vollnarbigem und gefettetem Rindleder ist auch bei stärkerem Schmutz einfach zu reinigen und zu pflegen. Der Sohlenrand ist gummiverstärkt, der Zehenbereich ist zusätzlich
durch eine Lederkappe verstärkt.
Achtung! Englische Größenangaben. Nähere Informationen finden Sie unter: „Maßtabellen“.
Brütting. Ein echter Laufschuh. Seit über 30 Jahren.
Seit Ende der 1960er Jahre wird der Brütting-Sportschuh hergestellt, der unter Kennern als Geheimtip gilt. Er wurde damals in enger Zusammenarbeit des Nürnberger Schuhmachers Eugen Brütting mit Trainern und Aktiven entwickelt und ist auch heute noch »handmade in Germany«.
Aus Leder. Und: schuhmacherisch auf dem Leisten gearbeitet.
Die Brütting-Schuhe sind auf einem (stärker als üblich gebogenen) Sichelleisten aufgebaut. Der Fuß wird an der Ferse von einem weich anliegenden Bordürenfutter umfaßt. Die Hinterkappe ist gummiverstärkt. Die Sohlenkonstruktion sieht von heute üblichen Verfahren (aufgeschäumter Kunststoff mit Luft- oder Gel-Einschluß usw.) ab und löst die Aufgabe der Dämpfung des Laufschrittes auf konventionelle, eben schuhmacherische Weise: bei dem Straßen- und dem Geländelaufschuh durch einen dreischichtigen Aufbau mit abriebfester Gummilaufsohle, Keil und durchgehender Zwischensohle aus Zellgummi. Der Marathon ist zweischichtig konstruiert: mit Laufsohle und Keil aus Zellgummi. Die vegetabil gegerbte Lederbrandsohle aus Rinderspaltleder und die ganze schweinslederne Decksohle sorgen für einen mittelharten Auftritt (man darf demnach bei dieser Konstruktion kein butterweiches „Einsinken“ wie bei den heutigen Schaumstoffschuhen erwarten).
Brütting und die anderen.
Seit wir Brütting Lederlaufschuhe im Sortiment haben, bekommen wir zu hören, daß dies ein Anschlag auf die Gelenke unserer arglosen Kunden sei, weil wir Ihnen die seit Jahrzehnten jährlich ausgeschütteten Segnungen des Midsole-compression-Gel-Sohlen-Fortschritts vorenthielten. Es hat uns immer gewundert, daß Laufschuhe der 60er Jahre heute ein orthopädisches Großrisiko darstellen sollen, weil sich in der seither verflossenen Zeit an Anatomie und Wegebau eher wenig, im Sportmodemarketing aber eine Menge geändert hat. Insofern erstaunt es uns auch nicht, daß die drei Großmarken mittlerweile gel- und compressionmäßig wieder ein wenig abrüsten, weil kritische Stimmen anmerken, daß die Überdämpfung heutiger Sportschuhe die Belastungen nur verlagere und einen Trainigseffekt eher verzögere. Wir halten uns da zurück und überlassen es Ihnen, ob Sie diese Ledersportschuhe tatsächlich zum Training oder doch lieber nur zum Après-Sport gebrauchen. Denn – das ist einer der Unterschiede – auch bei letzterem machen sie eine gute Figur.