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Druckpresse Aluminiumguss und Stahl

Menge

Bestellnummer:40834

Preis: 290,00 Euro

Verfügbarkeit
ausverkauft, nicht mehr lieferbar

Produktinformation – Druckpresse Aluminiumguss und Stahl

Korpus und Kurbel aus hammerschlaglackiertem Aluminiumdruckguß. Walzen massiver Stahl. Montiert auf eine Schichtholzplatte, die ihrerseits z.B. mit einer Zwinge an einem (Werk-)Tisch fixierbar ist.

Walzenbreite 12 cm. H 18 x B 30 x T 18 cm. Gewicht 2,9 kg.

Revoluzzer a.D.

„Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert“, vermerkt Georg Christoph Lichtenberg in seinen Sudelbüchern, „und mehr als das Blei in der Flinte das im Setzkasten.“ Eine Druckpresse ist demnach mit Gold nicht aufzuwiegen – und eine starke Waffe war sie, schon längst bevor mit Bleilettern hantiert wurde: Die ersten revolutionären Druckerzeugnisse waren Holzschnitte, Wiegen- und Einblattdrucke. Womöglich ist auch diese Presse kampferprobt. Heute nur noch als eine Art Liebhaberei in kleiner Stückzahl bei einem Offenbacher Hersteller von sonst weitaus größeren Pressen produziert, kam sie vor einigen Jahrzehnten – vielleicht ja auch als Flugblattpresse in studentenbewegten Zeiten – noch häufiger zum Einsatz. Beim Hersteller wird sie ganz zivil als „Postkartenpresse“ geführt, bedruckt jedoch auch etwas größere Formate.

Muskelkraft als Druckertreiber.

Bis sie das in gewünschter, gleichmäßiger Druckqualität tut, ist allerdings etwas Übung erforderlich. Erst wird die Druckvorlage (etwa ein Linolschnitt oder eine vorgefertigte Druckschablone aus Holz oder Pappe) auf dem aus einer verzinkten Stahlplatte gefertigten Drucktisch plaziert und von vor- und nachlaufenden bzw. rechts und links daneben laufenden Abschnitten gleicher Materialstärke eingerahmt (in der Praxis erweist sich dabei ein die Druckvorlage umfassendes Passepartout als nützlich), sodann der Druckträger (etwa eine Briefkarte) aufgelegt. Nun sind Sie als „Druckertreiber“ gefragt. Die Handkurbel setzt die Unterwalze in Bewegung und führt Vorlage und Druckträger zwischen Unterwalze und federnd gelagerter Oberwalze hindurch. Der Anpreßdruck kann durch Schrauben mit Sterngriffen variiert werden, so daß sich nach einigen Probedrucken bald die optimale Druckstärke herausstellt. Der Vorteil des Drucks mit der Presse wird beim Drucken kleiner Serien offenbar. Die Möglichkeit, den ermittelten geeigneten Anpreßdruck bei jedem Druckvorgang zu reproduzieren, trägt erheblich zum Erzielen gleichbleibender Druckergebnisse bei.

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