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Giusti Aceto Balsamico

Menge

Bestellnummer:10024

Preis: 14,80 Euro

Grundpreis: 5,92 Euro/100 ml

Verfügbarkeit
vorrätig, Lieferung in 6-7 Tagen

Produktinformation – Giusti Aceto Balsamico

Für uns ist er nach wie vor der Balsamico-Essig der ersten Wahl: der Aceto Balsamico von Giuseppe Giusti in der italienischen Provinz Modena. Auf der Basis mindestens 8 Jahre alten Mosts im Faß gereift. 6% Säure. Mit Rezeptblatt.

250-ml-Flasche.

Aceto Balsamico di Modena – nur ein teurer Bluff?

In einem kürzlich veröffentlichten Testbericht der Stiftung Warentest wird ein von uns angebotener Balsamico des Herstellers Giusti bemängelt. Mit einer glatten „5“ fällt das Traditionsprodukt „Banda Rossa“ unseres langjährigen Lieferanten gleich komplett durch. Und das als teuerstes Produkt im Testfeld. Bemängelt wird nicht etwa der Geschmack – der wird mit der Note „1,0“ bewertet (übrigens als einziger in einem allerdings diesbezüglich auch nicht mit wirklich würdigen Gegenspielern besetzten Testfeld). Die gefürchtete Abwertung trifft den Balsamico von Giusti vielmehr im Labor. Dort entpuppt sich der Balsamico laut Warentest als „ärgerliche Mogelpackung“. Besorgt um die Integrität unseres Lieferanten und um unseren eigenen Ruf, haben wir bei Eintreffen dieser Nachricht zunächst alle Produkte von Giusti sofort aus unserem Angebot genommen, um die Vorwürfe zu überprüfen.

Die Beanstandungen.
Im einzelnen werden kritisiert: eine unzulässige Auszeichnung, ein zu niedriger Säuregehalt, die Feststellung von – allerdings gesundheitlich unbedenklichen Mengen – an Rückständen sowie eine verbotene Essigsäure aus Zuckerrübe und der hochwertige Karton, der den Eindruck der raren und besonders geschützten Qualität „Aceto Balsamico Tradizionale di Modena“ suggeriere. Wir haben beim Hersteller Giusti nachgefragt und um Aufklärung gebeten.

Dessen Auskünfte sind aufschlußreich: Die Klassifizierung auf dem Etikett und ein Säuregehalt von mindestens 6 % wurden mit Einführung der neuen Herkunftsbezeichnung „IGP“ von der EU vorgeschrieben. Sie trat im November 2009 mit einer Übergangsfrist bis 1. April 2010 in Kraft und bezieht sich auf das Datum der Abfüllung, nicht auf das Datum des Verkaufs. Für den Test wurde eine Probe gezogen, die vor diesem Stichtag abgefüllt wurde – bei einer angegebenen Haltbarkeit von 10 Jahren kein Mangel des Produkts. Stiftung Warentest schreibt, die Flasche hätte wegen des fehlenden EU-Siegels nicht verkauft werden dürfen – das stimmt nicht. Der angeblich zu niedrige Säuregehalt (5,4 % statt der angegebenen 6%) liegt im Toleranzbereich der IGP-Kontrollen; er ist auf die eingetretene Reifung zurückzuführen.

Auch sind angeblich „beträchtliche Rückstände von Eisen, Zink und Blei“ nicht etwa „Hinweise darauf, dass gerade der teuerste Essig im Test nicht sorgfältig hergestellt wurde.“ Die im Vergleich höheren Werte dieser auf natürliche Weise im Boden vorkommenden Stoffe – weit unterhalb jedes noch so vorsichtig angesetzten Empfehlungswertes – sind vielmehr eine Folge der mehrjährigen Reifung in Holzfässern und der daraus folgenden höheren Konzentration des „Banda Rossa“.

Die Feststellung von angeblich verbotener Essigsäure aus Zuckerrübe im Produkt unterstellt Giusti zumindest implizit die vorsätzliche Verwendung unzulässiger, minderwertiger Substanzen – umgangssprachlich: das Panschen. Für einen Hersteller wie Giusti – der selbst dort, wo es erlaubt ist, nie Zucker zusetzen würde – ist das ein besonders ehrenrühriger Vorwurf. Dabei gibt es eine einfache Erklärung: das Laborergebnis resultiert daraus, daß Giustis „Banda Rossa“ 10% (zugekauften) Weinessig enthält, dem minimalen in den IGP-Richtlinien vorgeschriebenen Anteil eines Aceto Balsamico di Modena. Giusti wählt hierfür besonders hochwertige und bereits gereifte Essige aus. Dem zur Herstellung von Weinessig verwendeten Wein darf je nach Ursprungsort und Produktionsrichtlinien Alkohol zugesetzt werden, der aus Zuckerrüben stammen kann. Dies führt dazu, daß der verwendete Weinessig und auch der damit hergestellte Aceto Balsamico Essigsäure aus Zuckerrübe enthalten kann, ohne daß daran irgendetwas auszusetzen wäre.

Die Mischung von Weinessigen, gekochtem Traubenmost und gereiften Essigen aus Modena ist in den IGP-Richtlinien grundsätzlich vorgegeben. Für letztere ist allerdings nicht einmal ein konkreter Mindestanteil vorgeschrieben. Giusti verwendet für den „Banda Rossa“ einen Anteil von 70 % mindestens 10 Jahre gereifter Essige aus Modena. Dies erklärt übrigens auch die dramatischen Preisunterschiede zwischen den Balsamicos gleicher Herkunftsbezeichnung.

Welchen objektiven Kriterien schließlich die bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entworfene Verpackung („auf Alt getrimmt“) entgegensteht, wird im Testbericht nicht näher erläutert.

Bei uns weiterhin im Sortiment.
Um es deutlich zu sagen: Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Vorausgegangen ist eine intensive Klärung aller Einzelfragen mit Giusti. Nun könnte man einwenden, daß der Hersteller ein unmittelbares eigenes Interesse habe, während die Stiftung Warentest ausschließlich im Dienste der Aufklärung und des Verbraucherschutzes zugange sei. So einfach ist es aber nicht: immerhin hat die Stiftung das Thema mit der Schlagzeile „Bluff aus Modena“ verkaufswirksam auf dem Titel ihres aktuellen Heftes plaziert.

Wesentlich aber ist für uns die Einschätzung, daß sämtliche Wertungen im Testbericht („mangelhaft“, „verboten“, „nicht sorgfältig hergestellt“, „Bluff“, „ärgerliche Mogelpackung“, „hätte so gar nicht verkauft werden dürfen“), entweder objektiv unzutreffend oder – um nicht zu sagen böswillig – spekulativ, unterstellend und tendenziös sind. Dagegen sind die Erläuterungen von Giusti plausibel und nachvollziehbar. Die Redaktion hat übrigens nach Vorliegen der Laborergebnisse weder uns noch den Hersteller kontaktiert, um einmal nachzufragen oder Gelegenheit zur Stellungnahme zu ihren Wertungen zu geben. Und die Meßergebnisse selbst – die weder wir noch der Hersteller anzweifeln – liefern keinen objektiven Grund, dem Hersteller oder seinen Produkten zu mißtrauen.

Für uns sind damit Produkt und Hersteller rehabilitiert. Wir werden Ihnen auch künftig – übrigens wie schon in unserem Warenkatalog Nr. 1 vor 24 Jahren – den Aceto Balsamico von Giusti anbieten. Er hat in unseren eigenen Vergleichen mit anderem Balsamico stets als bester abgeschnitten.

Ab sofort sind die Produkte von Giusti wieder bei uns zu haben, im Versand und in den Warenhäusern. Sollten Sie dort einer der verbliebenen Flaschen mit „altem“ Etikett begegnen, wissen Sie um das zusätzliche Reifepotential ihres Inhalts. Überzeugen Sie sich selbst von der Qualität. Sollten Sie nicht zufrieden sein, nehmen wir Ihre angebrochene Flasche gegen Erstattung des Kaufpreises anstandslos zurück.

Giusti hat seine Ankündigung, gerichtlich gegen die Aussagen der Stiftung Warentest vorzugehen, inzwischen in die Tat umgesetzt und am Landgericht Stuttgart eine einstweilige Verfügung gegen eine der vier zentralen Aussagen des Testberichts erwirkt. Ab sofort darf die Stiftung Warentest nicht mehr behaupten, der Aceto Balsamico hätte aufgrund fehlerhafter Etikettierung nicht verkauft werden dürfen. Die übrigen drei Punkte, die sich auf den Säuregehalt, die Herkunft der Essigsäure und eine angeblich nicht sorgfältige Herstellung beziehen, hat Giusti aus dem Antrag herausgenommen, da der Richter sie wegen ihrer Komplexität nicht im Eilverfahren bewerten und entscheiden konnte. Giusti hat angekündigt, diese Punkte nun im Hauptsacheverfahren klären zu lassen. Über den Ausgang werden wir Sie natürlich informieren. Da wir unverändert keine Anhaltspunkte haben, die dagegen sprechen, bleiben die Produkte von Giusti natürlich wie bisher in unserem Angebot.

Weitere Produktinformationen

Die Bewertung unserer Kunden – Giusti Aceto Balsamico
(1)

  • MMMMM 27.06.2011 anonym

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Giusti - für mich einer der besten

    Ich habe schon unzählige Liter Balsamico verbraucht und unzählige probiert. Von den teuersten und von den ganz billigen. Aber die von Giusti gehören zu den besten - egal welch' unglaubliche (Ab-)Wertungen die Stiftung Warentest für gerechtfertigt hält. Die Bewertung "sehr gut" als einziges Produkt in der Geschmacksbewertung sagt eigentlich alles (und bekommen von mir alle Giusti-Essige), der Rest ist an den Haaren herbeigezogen und zeugt von völligem Unverständnis. Ich werde auch weiterhin einen Vorrat der Giusti-Produkte im Keller haben!

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