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Kreis Ochsenledergürtel

Menge


Bestellnummer: 79711

Preis: 127,00 Euro

Verfügbarkeit
vorrätig, Lieferung in 6-7 Tagen
zur Zeit nur in geringer Menge vorrätig

Produktinformation – Kreis Ochsenledergürtel

Einlagig. Breite 4 cm. Gewicht 350 g. Aufgrund der Lederstärke (8–10 mm) wurde bereits bei der Herstellung eine Maßzugabe berücksichtigt, so daß der Gürtel in den normalen Längen bestellt werden kann.

Das Monument eines Gürtels.

Der Offenbacher Lederwarenhersteller Bernd Kreis fertigt diesen Gürtel aus einem unvergleichlich festen und widerstandsfähigen Leder, das sonst nur im technischen Bereich zum Einsatz kommt. Er verwendet englisches Ochsenleder (aus dem Rückenbereich) der Stärke 8–10 mm, ungefärbt und vegetabil gegerbt. Kein anderes Leder weist eine solche Stärke und Zähigkeit auf. Die Kanten des Gürtels sind geschliffen, gebrannt und anschließend mit Gummiarabikum poliert, um eine glatte und harte Kante zu erzeugen. Der Gürtel trägt auf und bedarf entsprechend geräumiger Gürtelschlaufen, wie sie z.B. die Levi Strauss 501XX hat. Die Messingschließe ist im Sandgußverfahren hergestellt und versilbert. In jeden Gürtel ist das Herstellungsjahr eingeprägt.

Die Leder. Überlegen im Gebrauch. Optisch wie haptisch überzeugend.

Funktionale Aspekte bestimmen neben der Haptik und Optik die Auswahl der Leder für Gürtel, Taschen und Kleinlederwaren. Dabei finden unvergleichlich festes und widerstandsfähiges Ochsenleder, klassisches, hochwertiges Rindleder, äußerst feinporiges Kalbleder, gleichermaßen robustes wie weiches Elchleder und ewig haltbares, dabei jedoch sehr feines und glänzendes Pferdeleder Verwendung; ebenso das weiche Leder von Ziege und Hirsch.

Gürtel: ein- bis dreilagig aufgebaut.

Die einlagigen Gürtel bestehen aus einem zugeschnittenen Lederstreifen mit geschliffenen oder polierten und passend eingefärbten Kanten. Bei ihnen kommt es besonders auf das Leder an, dessen Oberfläche außen wie innen sichtbar bleibt. Die mehrlagigen Gürtel wirken durch die Kombination aus Ober- und Futterleder vom Schnitt und der Verarbeitung her eleganter. Neben der Qualität des Leders ist bei ihnen auch die Verarbeitung von Bedeutung – so sind unsere Gürtel sämtlich genäht und nicht etwa geklebt. Zweilagige Gürtel bestehen aus einem miteinander vernähten Ober- und Futterleder.
Dreilagige Gürtel besitzen darüber hinaus eine zusätzliche Einlage. Durch sie wirkt das Oberleder aufgewölbt, man spricht von bombierten Gürteln. Die Einlage ist bei besonders hochwertigen Gürteln aus Leder, sie kann aber auch aus einem speziell dafür entwickelten haltbaren Fasermaterial bestehen.

Hinweis:

Die Gürtellänge bezeichnet die Länge von der Innenkante der Gürtelschließe bis zum mittleren Gürtelloch. Diese Länge sollte der Bundweite der Hose entsprechen. Geben Sie bei Ihrer Bestellung zur Sicherheit bitte immer auch Ihre Bundweite an.

Gerbverfahren.

Die Gerbung ist der Prozeß, in dem Tierhaut ihre Beständigkeit gegen Wasser und Fäulnis erhält. Eiweißfaser wird dabei in Lederfaser umgewandelt – ein Prozeß übrigens, der synthetisch nicht nachgebildet werden kann. Neben der Beschaffenheit der Rohware entscheidet die Art der Gerbung über die Qualität und die Eigenschaften des ledernen Endprodukts: Festigkeit, Dehnbarkeit, Wasserverträglichkeit, und auch die Eigenschaften der Oberfläche wie Härte oder Geschmeidigkeit werden maßgeblich vom Gerbverfahren bestimmt. Die traditionellen Gerbverfahren sind uralt; sie lassen sich nach den bestimmenden Gerbstoffen in drei Gruppen teilen:

Die Loh- oder Rotgerbung erfolgt mit pflanzlichen Stoffen (Extrakten aus Rinden, Hölzern, Blättern und Früchten) und wird bei schweren Rinderhäuten angewandt. „Lohgare“ führt zu einem sehr festen, langlebigen und robusten Leder, das durch Gebrauch seine Patina erhält.

Die Sämischgerbung arbeitet mit Fett und Tranen und wird vor allem auf Hirsch-, Reh-, Schaf- und Ziegenhäute angewandt. Sämischgares Leder ist ungemein weich, von fast wollartiger Beschaffenheit und kann ohne Schaden vielfach gewaschen werden.

Bei der Alaun- oder Weißgerbung, einer mineralischen Gerbung, wird Alaunstein verwendet; sie wird vor allem bei Kleintierfellen angewandt und führt zu einem hellen Leder von großer Weichheit.

Die Chromgerbung, ebenfalls mineralisch, ist dagegen jüngeren Datums. Sie wurde im 19. Jahrhundert eingeführt, arbeitet mit Chrom- und anderen mineralischen Salzen und hat den Vorteil sehr kurzer Gerbzeiten. Das Ergebnis ist ein leicht zu verarbeitendes, sehr geschmeidiges, weiches, tuchartiges Leder, wie es heute beliebt ist.

Dies alles wäre noch übersichtlich, wenn es dazwischen nicht eine ganze Reihe modernisierter und kombinierter Varianten der Loh-, Sämisch- und Alaungerbung gäbe, bei denen die Gerbzeiten durch mechanische und chemische Mittel deutlich verkürzt werden.
Wir folgen bei unseren Lederwaren folgender Terminologie:
– mineralisch gegerbtes Leder nennen wir chromgegerbt.

Mit pflanzlichen Gerbstoffen hergestellte Leder werden allgemein als vegetabil gegerbt bezeichnet. Sie entstehen in Faßgerbung, Grubengerbung oder Altgrubengerbung, die – in dieser Reihenfolge – mit steigendem Zeitaufwand immer festere und zähere Leder hervorbringen. Wir nennen:
– pflanzlich im rotierenden Gerbfaß gegerbte und daher relativ weiche Leder mit vergleichsweise kurzer Gerbzeit vegetabil gegerbt;
– das in der besonderen Form der vegetabilen Gerbung im sogenannten Farbengang (einem System von 6 bis 12 mit Lohbrühe gefüllten Gruben) gegerbte Leder grubengegerbt;
– und das wirklich in vielen Monaten in der Grube lohgegerbte Leder altgrubengegerbt.

Für unser Lederwarensortiment verwenden wir (mit wenigen Ausnahmen) vegetabil gegerbtes, grubengegerbtes und (in einem Fall) sämischgares Leder. Es stammt zum größten Teil aus deutschen Gerbereien. Hier, im Heimatland der weltweit in hohem Ruf stehenden Gerberschule Reutlingen, behalten noch einige Gerber die traditionellen, langwierigen Gerbverfahren bei und besetzen damit eine kleine Marktnische.
Viele unserer Taschen und Kleinlederwaren sind Eigenentwicklungen. Gemeinsam ist allen Produkten die Auswahl robuster Leder und der Rückgriff auf sattlertypische, auf Haltbarkeit zielende Techniken.

Weitere Produktinformationen

Die Bewertung unserer Kunden – Kreis Ochsenledergürtel
(4)

  • MMMMM 02.09.2012 anonym

    4 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Gürtel

    Was für ein Gürtel !!!! Von der Qualität unerreicht.

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  • MMMMM 11.06.2012 anonym

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    KEINE LÄNGENZUGABE !!

    Der Hersteller hat (zumindest bei meinem 2011 Gürtel 90 cm -auch nach Umtausch-) KEINE Längenzugabe gemacht, dh ist 3cm ( ein Loch) kürzer.

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  • MMM 24.04.2009 anonym

    19 von 30 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    Löcher

    Der Gürtel ist m.E. sehr robust. Klar sollte die Hose entsprechend "rustikal" gearbeitet sein um dieses Leder aufnehmen zu können. Problematisch wird es allerdings, wenn Ihre Figur sich verändert und der Gürtel nach weiteren Löchern "schreit". MAnufactum ist nicht in der Lage, weitere Löcher zu stanzen (peinlich!) da es sich hier um Langlöcher handelt, die eine handelsübliche Lochzange nicht aufweist. Bisher konnte ich auch keinen Schuster, Sattler finden. Manufactum bot an, ich solle den Gürtel zusenden, damit sie diesen an den Hersteller schicken. Danach erhielt ich mein Exemplar von dort zurück. Da rechnete ich mir gleich aus, welche Portokosten sich hier summieren würden und bat um die Herstelleradresse, die, es handelt sich um eine eMailadresse, man mir nicht gerade willig herausgab. Das passt nicht gerade zum exklusiven Auftritt Manufactums - schade.

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    Kommentare zu dieser Bewertung lesen (1)

    • 27.04.2009 von Manufactum

      Der Gürtel besteht aus festem, widerstandsfähigem Leder mit Langlochung. Da nicht jeder Schuhmacher über eine solche Langlochstanze verfügt, kann der Gürtel über uns zum Hersteller weitergeleitet werden, der eine professionelle Lochung vornimmt. Für den Kunden fallen dabei maximal Portokosten für die einmalige Zu- und Rücksendung an.

  • MMMMM 24.07.2008 anonym

    43 von 50 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

    sehr guter Gürtel...

    ...allerdings muss man wissen, worauf man sich einlässt. Dass er geräumige Gürtelschlaufen erfordert, wird in der Beschreibung erwähnt. Darüber hinaus muss man - bedingt durch die Materialstärke - auch mit einer längeren Eintragezeit rechnen. Etwas solider hätte ich mir die Vernähung der Gürtelschnalle vorgestellt, die - angesichts der sonstigen Materialstärke des Gürtels - ehrer fragil ausschaut (Anzeichen, dass dadurch die Belastbarkeit eingeschränkt sein könnte, gibt es allerdings nicht).

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    Kommentare zu dieser Bewertung lesen (4)

    • 26.10.2009 von Christoph Katz

      Gürtelschlaufen

      Als ich den Gürtel erhielt, stellte ich mit Erleichterung fest, dass die Gürtelschlaufen von dreizehn grundverschiedenen Hosen ausreichend gross waren, nur zwei Hosen konnten den Gürtel nicht aufnehmen.

    • 16.12.2010 von Timo Caroli

      So muss ein Gürtel sein,der ein Leben hält

      Ich habe schon mehr als einmal überlegt diesen Gürtel zu bestellen und könnte mir jetzt in den Hintern beissen - weil ich so lange gewartet habe.Endlich ein stabiler Gürtel in den die Schlaufen garantiert keine Delle drückt.Auch die Schnalle nebst Nähten wirkt auf mich robust.Und das man abnimmt und dann keinen schuster findet der Löcher reinbekommt...da sag ich jetzt mal nix dazu.

    • 18.12.2010 von anonym

      wenn man

      Wenn man beim Hersteller bestellt werden auf Wunsch auch zusätzlich Langlöcher gestanzt.Man(n) bekommt sogar im Vorfeld eine Lederprobe und einen frankierten Bestellschein zugeschickt.Im übrigen ist dieser Gürtel schon etwas fuers Leben. Das Angebot von Manufactum ist aber wirklich nicht zu verachten.Der Gürtel ist nicht teuerer und bei Manufactum geht die Lieferung bestimmt schneller da der Hersteller erst die Probe schickt und danach produziert.

    • 01.09.2012 von anonym

      ein traum!

      der gürtel ist ein traum. endlich wieder ein lederprodukt was auch nach leder riecht - aber nicht unangenehm. genau diesen gürtel habe ich gesucht. empehlenswert!

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