4 Pflanzen, je 1 Stück der aufgeführten
Sorten. Im Frühjahr kann nach Bedarf
zurückgeschnitten werden.
Lieferung: Die Rosen
werden als wurzelnackte,
etwa ellenlange Sträucher
versandt, verpackt in feuchter
Holzwolle. Sollten Sie die Rosen nicht
gleich pflanzen, können Sie sie (in geöffneter
Verpackung und kühler, frostfreier Umgebung)
etwa zwei Wochen lagern; das empfindliche
Feinwurzelwerk darf dabei auf keinen Fall trocken
werden. Besser ist es, die Rosen bis zur Pflanzung an
einer schattigen Stelle im Garten einzuschlagen. Jedem Paket
liegt eine ausführliche Pflanz- und Pflegeanleitung
bei. Falls die Mengen unserer Rosenschule nicht ausreichen, werden
wir Sie über den zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.
Hagebutten: schöner Schmuck und wertvolle Rosenfrucht.
Wozu die üppiggefüllten Rosensorten
nicht in der Lage sind, ist die Ausbildung
von Hagebutten. Dies vermögen
meist nur die einfach blühenden Arten
und Sorten, darunter viele Wildrosen.
Solche mit besonders großen und saftigen
Hagebutten wurden im 19. Jahrhundert
sogar als Obst kultiviert, denn
die Vitamin-C-reichen Rosenfrüchte
lassen sich vielfältig verarbeiten: zu
Mus, Marmelade,
Saft, Most oder Likör,
für Desserts und Gebäck, in Soßen
oder Chutneys als Fleischbeilage. Getrocknete
Früchte (und die Laubblätter)
dienen der Teezubereitung. Und nicht
zuletzt: Die nicht geernteten Hagebutten
verlängern im Garten die schmückende
Wirkung der Rosen bis in den
Winter hinein und dienen zahlreichen
Wildtieren als wichtige Nahrung.
Apfelrose (Rosa villosa)
Wegen ihrer sehr
schmackhaften
Früchte wird die
Apfelrose
auch als
wirtschaftlich relevanter
Obststrauch
angebaut; das saftige, sehr vitaminreiche
Fleisch der Hagebutten kann sogar
roh gegessen werden. Nach der üppigen,
zartrosafarbenen Blüte im Juni
und Juli reifen ab August die leuchtendrot
gefärbten, borstig behaarten,
kugeligen Früchte. Die Rose ist außerordentlich
robust und anspruchslos,
am natürlichen
Standort (den europäischen Gebirgsregionen) dient sie als
frosthartes Pioniergehölz. Der dicht
verzweigte Strauch wird 2,5 m hoch
und 2 m breit.
Weiße Rose ’Semiplena‘
(Rosa alba)
„The White Rose of
York“ ist schon seit
dem 16. Jahrhundert
bekannt; sie
fand vor allem in
England große Verbreitung und fasziniert
bis heute. Die duftenden, leicht
gefüllten Blüten sind strahlendweiß mit
goldgelben Staubgefäßen. Nach der
überreichen Sommerblüte bildet sie
zahlreiche, rote Hagebutten.
Die robuste, sehr frostharte Rose trägt
hübsches, großes Laub und eine starke
Bewehrung; mit kräftigem, breitbuschig-aufrechtem Wuchs wird sie etwa
2 m hoch und breit.
Gallische Rose
’Complicata‘ (Rosa gallica)
Auch wenn der Name
anderes vermuten
läßt, ist diese
Rose ausgesprochen
unkompliziert.
Sie wächst üppig mit kräftigen und fast
stachellosen Trieben auf eine Größe von
2 m Höhe und 2 m Breite, bleibt selbst
im Halbschatten vital und gesund und
übersteht härteste Winter. Mit ihren einfachen,
leuchtend rosafarbenen, nach
innen aufgehellten Blütenblättern, den
sattgelben Staubgefäßen und dem zarten
Duft hat sie den Charme einer Wildrose.
Sie blüht einmal sehr reich im Juni,
um dann im Herbst mit vielen runden,
orangeroten Hagebutten aufzuwarten.
Rote Büschelrose
(Rosa moyesii)
Die Rote Büschel- oder Blutrose hat
besonders hübsche, purpurrote, flaschenförmige
Hagebutten, die sehr lange
am Strauch
halten. Auch die
Blütenfarbe ist ungewöhnlich:
Schon
ab Mai entfalten
sich zahlreiche, tief
blutrote Blumen mit
goldgelben Staubgefäßen,
die einen guten Duft verströmen.
Mit bizarrem, weit ausladendem
Wuchs und kräftigen Grundstämmen
wird der Strauch bis 3 m hoch und 2 m
breit. Er ist robust, sehr winterhart und
verträgt auch Halbschatten.
Alte Rosensorten.
Seit mindestens 12 Millionen Jahren blühen und duften die Blumen der Gattung Rosa auf der Erde, und es gibt eine unübersehbare Vielzahl an Rosen, was der Natur, aber auch den Zuchterfolgen der Rosengärtner zu verdanken ist. Als „Alte Rosen“ gelten solche, die aus der Zeit vor 1867 stammen, dem Entstehungsjahr von ’La France‘, der ersten Teehybride. Die meisten der alten Sorten sind inzwischen ausgestorben, denn mit dem Ziel, immer neue, moderne Rosen zu züchten, die immer dauerhafter und leuchtender blühen sollten, wurden viele dieser Sorten „zu Tode gekreuzt“.
Erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen sich einige traditionsbewußte Gärtner ihrer wieder an. Sie suchten und fanden vergessene und fast ausgestorbene Alte Rosen in Hecken, Mauerfundamenten oder Bauerngärten. Als echte Rosenliebhaber erkannten sie die wahren Qualitäten dieser Sorten. Denn die historischen Rosen sind oft widerstandsfähiger, frosthärter und pflegeleichter als moderne, sie haben einen wesentlich intensiveren Duft und ein großes Spektrum an Blütenfarben und -formen. Viele alte Sorten blühen zwar nur einige Wochen im Sommer, dafür aber um so verschwenderischer. Allerdings: Nicht immer blühen diese Rosen bereits im ersten Jahr nach der Pflanzung.