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Die Wahl der Kaffeemaschine. Eine Frage des Geschmacks.

Für viele ist es die erste Amtshandlung des Tages: der Gang zur Kaffeemaschine. Auch wenn der Kopf noch nicht richtig funktioniert, die Handgriffe sitzen. Da wird Wasser eingefüllt, routiniert der Filter gefaltet, Kaffeepulver oder die Menge an Bohnen bemessen und der Startknopf gedrückt. Und wenn wenig später dann der Duft von frischem Kaffee durch die Küche zieht, erwachen die ersten Lebensgeister. Fast einen halben Liter Kaffee trinkt jeder Deutsche täglich. Durchschnittlich betrachtet, versteht sich. Das mag auf den ersten Blick nicht viel erscheinen, sind es doch nur zwei große Becher pro Nase. Hält man sich jedoch vor Augen, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Wasser deutlich darunter liegt, rückt das den Maßstab nachhaltig gerade.

Die Wahl der Kaffeemaschine hat vor diesem Hintergrund mitnichten nur preisliche, technische oder ästhetische Dimensionen. Auch die Tatsache, dass die Art der Kaffeezubereitung oder des Kaffeegenusses vielfach bereits als Ausdruck des persönlichen Lebensstils gewertet werden kann – und das nicht erst seit der „Third wave of coffee“-Bewegung –, ist im Grunde nur ein Aspekt unter vielen. Das eigentliche Kriterium, an dem sich eine gute Kaffeemaschine messen lassen muss, ist doch folgendes: Wie schmeckt (mir) der Kaffee, den sie produziert? Letztlich bleibt es also eine Frage des Geschmacks. Und wer die Einflussfaktoren des Maschinentyps und der -qualität auf das Kaffeearoma kennt, ist beim Kauf gut beraten.

Was ist überhaupt eine Kaffeemaschine?

Die Frage mag auf den ersten Blick töricht erscheinen, ergibt jedoch Sinn, wenn man sich vor Augen führt, dass für die meisten Deutschen der Begriff Kaffeemaschine äquivalent mit dem der Filtermaschine ist. Von über 80% der deutschen Haushalte, die über ein Gerät zur Kaffeezubereitung verfügen, haben fast 75% klassische Filterkaffeemaschinen, die das Prinzip des Aufbrühens per Hand (mehr oder weniger gut) nachbilden.

Tatsächlich ist der Begriff Kaffeemaschine nicht streng definiert. In der Regel werden darunter heute alle elektrisch betriebenen Varianten der Kaffeezubereitung verstanden, wozu Kaffeevollautomaten genauso zählen wie halbautomatische Geräte von der bekannten Filtermaschine über Siebträgermaschinen zur Espressozubereitung bis hin zu Pad- oder Kapselmaschinen. Teilweise werden jedoch auch manuelle Geräte zur Herstellung von Kaffee wie die Karlsbader Kanne darunter subsummiert – die entsprechend auch als Karlsbader Kaffeemaschine bekannt ist. Mehrheitlich würde diese aber wohl – äquivalent zu einer Stabfilterkanne beispielsweise – als Kaffeebereiter klassifiziert. 

Wir bei Manufactum unterscheiden daher zwischen Kaffeemaschinen, deren Wirkprinzipien wir Ihnen im Folgenden vorstellen, manuellen Kaffeebereitern und Espressomaschinen.

Abgebrüht. Kaffeezubereitung in der Filterkaffeemaschine.

In einer klassischen Filterkaffeemaschine wird das Wasser elektrisch erhitzt, steigt angetrieben durch die Wasserblasen in einem innenliegenden Rohr mit Einwegventil nach oben und tropft von dort aus nach und nach – angetrieben durch die Schwerkraft – durch den mit Kaffeepulver befüllten Filter in die Kanne.

 

Qualitative Unterschiede zwischen einzelnen Modellen zeigen sich vor allem in den Details:

 

  • Je schneller die Kaffeemaschine das Wasser erhitzt, desto weniger geschmacksbindender Sauerstoff geht verloren.
  • Auch die Zieltemperatur des Geräts entscheidet über das Aroma des fertigen Kaffees. Idealerweise liegt diese zwischen 92 und 96 °C. Bei höheren Temperaturen verflüchtigen sich die Aromastoffe zu schnell und der Kaffee wird bitter, bei niedrigeren Werten ist saurer Kaffee das Ergebnis.
  • Zudem spielt die Art des Aufeinandertreffens von Wasser und Kaffeepulver eine entscheidende Rolle. Wichtig ist eine gleichmäßige Durch- nässung des Kaffeepulvers, um eine einheitliche Extraktion zu gewährleisten. Bei vielen billigen Kaffeemaschinen tropft das Wasser lediglich mittig auf das Pulver und erzeugt so mit der Zeit eine kraterförmige Ausbuchtung. Die Randbereiche werden kaum erreicht und viele Aromen gehen verloren. Je großflächiger Wasser und Pulver zusammenkommen, desto besser.
  • Nicht zuletzt nimmt auch die Dauer der Extraktion Einfluss auf das Geschmacksergebnis. Temperatur und Durchflussgeschwindigkeit müssen daher optimal aufeinander abgestimmt sein.

Wenn Sie einen derart perfekt gebrühten Kaffee mit seinem vollen Aroma genießen wollen, sollten Sie ihn direkt nach der Zubereitung genießen. Je länger er warm gehalten wird, desto mehr verflüchtigt sich das Aroma und der Kaffee wird bitter. Und gerade das wollten Sie durch den Kauf einer hochwertigen Kaffeemaschine schließlich vermeiden.

Unter Druck? – Zwischen Espresso- und Kaffeemaschine.

Ein eher seltenes Phänomen in deutschen Küchen – zu Unrecht, wie wir meinen – sind Druckbrühsysteme, die Eigenschaften einer Kaffeemaschine mit denen einer Espressomaschine verbinden. Das Funktionsprinzip ist dem eines italienischen Herdkännchens nicht unähnlich:

 

  • Das Wasser wird unterhalb der Kanne in einen elektrisch beheizten Tank gefüllt und innerhalb kürzester Zeit stark erhitzt.
  • Durch den entstehenden Druck im Kessel wird das Wasser zunächst in seitliche Steigleitungen und dann von oben durch den Deckel in die Kaffeekanne gepresst, in dem ein runder Filter mit dem Kaffeemehl eingebracht ist.
  • Durch Brühzeiten von unter einer Minute (und damit eine kurze Kontaktzeit von Kaffeepulver und Wasser) verbleiben die Bitterstoffe im Filter. Das Ergebnis ist ein starker, fast mokkaartiger Kaffee.

Auf den Geschmack kommen.

Welche Art der Kaffeezubereitung Sie wählen, hängt letztlich einzig von Ihren persönlichen Geschmackspräferenzen ab. Wir bei Manufactum sorgen lediglich dafür, in der Masse des Angebots die hervorragendsten Modelle jedes Maschinentyps für Sie vorzuselektieren. 

Selbst eine ausgezeichnete Kaffeemaschine arbeitet jedoch immer nur so gut wie der Mensch, der sie bedient. Denn auch wenn (vorwiegend) automatisch agierende Geräte dem Kaffeekonsumenten bereits viele Arbeitsschritte abnehmen, etliche Einflussfaktoren auf das Kaffeearoma, wie Sorte und Röstgrad des Kaffees, den Mahlgrad des Pulvers oder auch die Wasserqualität, muss man dennoch selbst im Blick behalten, um den Kaffeegenuss zu vervollkommnen.

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