Herstellerporträt

Sinn Uhren

Sinn UhrenSinn Uhren

Helmut Sinn, Pilot und Fluglehrer, hat sich zu Beginn der sechziger Jahre der Aufgabe verschrieben, „Spezialuhren“ zum Fliegen, also Uhren für Piloten (und Fluglehrer) zu bauen: „Sinn Spezialuhren zu Frankfurt am Main“. Die Sinn Uhren wurden direkt und ohne Zwischenhandel an den Mann gebracht, nur im Vertrauen auf ihre außerordentliche Qualität und Tauglichkeit. Wie ein Lauffeuer sprach sich das herum, die neuen Fliegerchronographen wurden gekauft und getragen (und unter Fachleuten mit höchstem Lob bedacht). Geändert hat sich seit damals, daß heute bei bei Sinn nicht nur Flieger-, sondern auch andere „Spezialuhren“ gefertigt werden. Nicht geändert haben sich die Merkmale, durch die sich Sinn Uhren auszeichnen: Ihre Robustheit, die klare, mit einem Blick erfaßbare Gestaltung des Zifferblatts sowie die unbedingte Zuverlässigkeit ihres feinmechanischen Innenlebens.

Nicht nur Flieger-, sondern auch andere „Spezialuhren"

Spezialisiert auf einen Zweck und doch in allen Elementen zu Hause, das sind die Uhren von Sinn. Die Frankfurter Uhrenmarke hat sich seit ihrer Gründung durch den Piloten und Fluglehrer Helmut Sinn im Jahr 1961 auf Armbanduhren und Borduhren von höchster Funktionalität konzentriert. Mit der Zeit hat sich Sinn dabei zu einem Technik- und Gehäusespezialisten entwickelt, der sich beständig in der Industrie und den Naturwissenschaften nach den besten Technologien und Materialien umschaut.

UhrwerkUhrwerk
Sinn SpezialuhrenSinn Spezialuhren
Sinn SpezialuhrenSinn Spezialuhren

Die Qualität der robusten und unbedingt zuverlässigen Sinn-Uhren hat sich längst auch in professionellen Kreisen herumgesprochen: Berufspiloten, etwa von Lufthansa Cargo, nutzen die Fliegerchronographen, Feuerwehrleute und die GSG 9 der Bundespolizei die Einsatzzeitmesser von Sinn. Segler, Taucher, Polarforscher und Extremsportler (darunter ein Fallschirmspringer mit einem Stratosphärensprung aus 41,4 km Höhe) greifen ebenso zu Sinn-Uhren und gleich drei Mal – 1985, 1992 und 1993 – waren Armbanduhren von Sinn auf Weltraummissionen dabei.

Die Spezialuhren im Detail

Sinn Fliegeruhr 104

Klar und strukturiert kommt diese klassische Dreizeigeruhr mit Wochentags- und Datumsanzeige daher. Ihre Minuterie ist fein partitioniert, wodurch sich die Uhrzeit mit einem Blick genau ablesen lässt. Technisch ist die optisch zurückhaltende 104 dagegen alles andere als unscheinbar. So ist sie dank konstruktiver Maßnahmen bis zu einer Flughöhe von rund 12.000 m unterdrucksicher, wodurch das Saphirglas nicht aus dem Presssitz springen kann. Der beidseitig drehbare Fliegerring mitsamt Minutenrastung ist unverlierbar mit dem Gehäuse verbunden – mittels eines von Sinn konstruierten Sicherheitssystems. Indizes, Zeiger und die Hauptmarkierung des Fliegerrings – das typische Dreieck – schließlich sind mit lang nachleuchtender Spezialfarbe belegt.

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Sinn Taucheruhr U1

Das Gehäuse der U1 besteht aus dem gleichen Stahl, den die deutschen U-Boot-Werften verwenden. Dieser Stahl ist – anders als herkömmlicher Edelstahl, der für den dauerhaften Einsatz in Seewasser strenggenommen nicht geeignet ist – absolut seewasserfest. Der Drehring mit Minutenrastung ist auf 1.500 Vickers tegimentiert (oberflächengehärtet) und damit fast siebenmal so hart wie normaler Edelstahl. Er hält selbst härteste Stöße aus und ist unverlierbar mit dem Gehäuse verbunden; seine Skala ist direkt in den Stahl gefräst. Die U1 ist druckfest bis 100 bar (was einer Tauchtiefe von rund 1.000 m entspricht). Die Krone sitzt auf der 4, was dem Handgelenk größere Bewegungsfreiheit verschafft.

1 899,00 €
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Eigenentwicklungen und Kooperationen: technische Lösungen und Prüfverfahren

Den hervorragenden Ruf hat sich Sinn auch damit erarbeitet, dass der Betrieb immer wieder technische Lösungen für uhrmacherische Herausforderungen entwickelt hat: die Ar-Trockenhaltetechnik etwa, bei der in das Gehäuse integrierte, mit Kupfersulfat gefüllte Kapseln Luftfeuchte aus dem Gehäuseinneren aufnehmen und so eine erhöhte Funktions- und Beschlagsicherheit bieten. Oder die bei einigen Taucheruhren eingesetzte Hydro-Technologie, die absolute Sicherheit vor Beschlagen, Druckfestigkeit für jede erreichbare Tauchtiefe und optimale Ablesbarkeit aus jedem Winkel gewährleistet. Ein weiteres Beispiel ist die Tegiment-Technologie, die den Härtegrad des Gehäusematerials (etwa Edelstahl) um ein Vielfaches erhöht und gleichzeitig einen Schutzmantel ausbildet, was eine stark erhöhte Kratzfestigkeit bietet. Schließlich ist als weiteres Beispiel das Sinn-Spezialöl zu nennen, das selbst bei sehr niedrigen Temperaturen von -45 °C flüssig genug bleibt, um die mechanischen Funktionen des Werks zu erhalten und zugleich bei +80 °C immer noch so viskos ist, dass es nicht von den Platinen wegspritzt. Dort, wo es sinnvoll ist, setzt Sinn auf Kooperationen mit kompetenten Partnern.

So hat Sinn 2005 als erstes Unternehmen der Branche seine Taucheruhren vom Germanischen Lloyd (heute: DNV GL) auf Druckfestigkeit nach den Europäischen Tauchgerätenormen prüfen und zertifizieren lassen. 2010 durften sich einige Modelle bei härtesten Stößen und Erschütterungen auf einer simulierten Schlechtwegstrecke im Ganzfahrzeugprüfstand des Fraunhofer-Instituts Darmstadt bewähren. Und schließlich erarbeitete Sinn mit der Fachhochschule Aachen eine zeitgemäße Norm für Fliegeruhren, die 2012 als „TESTAF“ (Technischer Standard für Fliegeruhren) der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und Grundlage der seit 2015 gültigen Uhrennorm DIN 8330 Fliegeruhren ist.

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