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Gartenjahr

Vogelnistkästen aufhängen und reinigen

Bevor die ersten Vögel im Garten mit Nestbau und Brut beginnen, sollten bis spätestens Mitte Februar neue Nistkästen aufgehängt bzw. die Kästen, die schon vorhanden sind, gereinigt werden. Die Ansiedlung vieler heimischer Singvögel im eigenen Garten ist – neben der Freude an Beobachtung und Gesang –, von großem Nutzen, da sie wichtige Helfer bei der Bekämpfung von Schädlingen sind: Vor allem zur Ernährung ihrer Jungen fangen Meisen, Spatzen, Rotkehlchen oder Finken große Mengen Blattläuse und andere Insekten, Raupen, Maden und sonstige Larven.

Es wird benötigt:
Werkzeug und Zubehör: Nistkästen in verschiedenen Ausführungen, Leiter, Befestigungsmaterial (Draht, Nägel, Seil), gegebenenfalls Hammer und Zange, grobe Wurzelbürste, Eimer mit heißem Wasser. Drahtmanschette zur Katzenabwehr.

Anleitung

  • Verschiedene Arten von Nistkästen aufhängen, die die unterschiedlichen Nistgewohnheiten der Vögel berücksichtigen.
  • Für Höhlenbrüter wie Meisen, Sperling oder Kleiber einen geschlossenen Kasten mit kleinem Einflugloch anbringen. Den Nistkasten in Bäumen in zwei bis drei Metern Höhe aufhängen und darauf achten, dass der Baum an dieser Stelle nicht zu dicht verzweigt ist, um den Vögeln eine freie Flugbahn zu gewährleisten. Über die Größe des Einfluglochs kann beeinflusst werden, welcher Vogel einziehen wird: Blaumeisen bevorzugen zum Beispiel einen Durchmesser von 28 mm, Kohlmeisen und Kleiber dagegen 33 mm.
  • Halbhöhlenbrüter wie Rotschwanz, Rotkehlchen oder Grauschnäpper benötigen eine nach vorne offene Nisthilfe. Diese kann auch an Hauswand, Garage oder einem Schuppen aufgehängt werden.
  • Halbhöhlen, die für Zaunkönige gedacht sind, oder spezielle „Zaunkönigkugeln“ in dichten Sträuchern oder Kletterpflanzen in etwa ein Meter Höhe aufhängen.
  • Darauf achten, dass die Kästen außerhalb der Reichweite von Katzen oder Mardern sind, bzw. im Zweifelsfall geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen. Gegen Katzen hilft zum Beispiel eine um den Baumstamm gelegte Drahtmanschette mit abstehenden Spitzen, die die Tiere daran hindert, in die Baumkrone zu klettern.
  • Das Vogelhaus so ausrichten, dass es entgegen der Hauptwindrichtung hängt – optimal ist die Ausrichtung nach Südosten. So wird der Einfall von Wind, Regen und Schnee in den Kasten weitestgehend verhindert.
  • Damit der Baum keinen Schaden nimmt, die Kästen möglichst mit einem Drahtbügel befestigen. Dieser kann zusätzlich durch ein Stück Gartenschlauch gezogen werden, damit er nicht in die Rinde schneidet.
  • Zur Reinigung der Kästen den richtigen Zeitpunkt abpassen: Einige Vögel beginnen sehr früh mit dem Brutgeschäft, gleichzeitig besteht aber die Gefahr, Tiere (zum Beispiel Siebenschläfer) aufzustören, die den Nistkasten als Winterschlafplatz nutzen. Ein guter Zeitpunkt ist Anfang oder Mitte Februar oder im Spätsommer, wenn auch die Jungvögel einer eventuellen zweiten Brut ausgeflogen sind.
  • Zum Reinigen keine chemischen Mittel oder Desinfektionsmittel verwenden. Es reicht, den Kasten auszufegen und mit heißem Wasser zu reinigen. Das Kasteninnere muss danach gut austrocknen.

Weitere Maßnahmen zum Vogelschutz im Garten

  • Den Garten naturgemäß bewirtschaften und durch die Anpflanzung von Hecken und Sträuchern natürliche Nistplätze schaffen.
  • Im Sommer eine (katzensichere) Trink- und Bademöglichkeit aufstellen.
  • Pflanzen, die Samenstände angesetzt haben, im Herbst nicht abschneiden, sondern als natürliche Nahrungsquelle den Winter über stehenlassen.
  • Wildobststräucher anpflanzen, deren Früchte im Herbst und Winter zur Ernährung der Vögel beitragen.
  • In harten Wintern zusätzlich füttern.

Weitere Themen

Unsere heimischen Singvögel gehören zu den fleißigsten Helfern im Garten, wenn es um die Bekämpfung von Schädlingen wie Blattläusen und anderen Insekten, Raupen oder Maden geht. Allein schon deshalb sind sie gern gesehene Gartenbewohner, die es zu schützen und zu fördern gilt. Im Sommerhalbjahr zählt das Aufstellen von Vogelbad und -tränke zu den wichtigsten Maßnahmen.

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Finden die hierzulande überwinternden Wildvögel bei Frost und Schnee nicht genügend Futter oder möchte man die Tiere gerne im eigenen Garten beobachten, empfiehlt sich eine zusätzliche Fütterung. Wichtig ist, dabei für die notwendige Hygiene zu sorgen und damit die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern sowie die Fressgewohnheiten der unterschiedlichen Arten zu kennen.

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