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Gartenjahr

Obstbäume düngen

Um die Fruchtbarkeit eingewachsener Obstbäume in der Vollertragsphase zu erhalten, sollten sie alle zwei Jahre gedüngt werden. Im zeitigen Frühjahr ist dafür der richtige Zeitpunkt.

Es wird benötigt:

  1. Werkzeug: Schaufel, Rasenlüfter oder langstieliger Zwiebelpflanzer, Spaten oder Grabegabel, Transport- oder Schubkarre, Gießkanne.
  2. Düngemittel: abgelagerter Mist (von Pferden, Rindern oder Schafen) oder reifer Kompost (versetzt mit organischem Stickstoffdünger, Gesteinsmehl, Algenkalk, Holzasche) oder organische Universal- oder Gehölzdünger.

Geeignete Düngemittel

  • Am besten geeignet ist Mist von Pferden, Rindern oder Schafen. Er muss gut abgelagert und verrottet sein, denn frisches Material würde die Krankheitsanfälligkeit der Bäume und ein ungesundes Triebwachstum auf Kosten der Fruchtbildung fördern.
  • Auch reifer Kompost ist gut geeignet; er sollte allerdings mit einem zusätzlichen Stickstoffdünger vermischt werden (z.B. Hornmehl oder Hornspäne: 100–140 g pro Baum bei Steinobst, 70–100 g pro Baum bei Kernobst). Gesteinsmehl oder Algenkalk können als Spurenelementquelle beigegeben werden, Holzasche zur Erhöhung des Kaliumgehalts.
  • Alternativ können gekörnte oder pelletierte organische Dünger eingesetzt werden, in Frage kommen solche, die universell einsetzbar oder speziell für Gehölze konzipiert sind.
  • Etwa alle vier bis fünf Jahre empfiehlt es sich, mit Hilfe einer Bodenanalyse den Nährstoffgehalt des Bodens im Bereich der Baumscheibe zu überprüfen und die Düngung gegebenenfalls anzupassen.

Obstgehölze

Anleitung: Obstbäume düngen

  • Bei der Ausbringung des Düngers beachten, dass das Wurzelsystem des Baumes – der sogenannte Wurzelteller – im allgemeinen etwas breiter ist als die Krone. Die feinsten Saugwurzeln, die für die Wasser- und Nährstoffaufnahme besonders wichtig sind, befinden sich also etwas außerhalb der Kronentraufe.
  • Stehen die Bäume in Beeten oder mit offener, nicht bewachsener Baumscheibe (die Fläche unterhalb der Krone) in einer Wiese, den Dünger als dünne Schicht auf der kompletten Baumscheibe und etwas darüber hinaus aufstreuen und mit Harke oder Rechen leicht einarbeiten. Diese Fläche möglichst das ganze Jahr mit einer Mulchdecke bedecken.
  • Wachsen die Bäume in Rasen oder Wiese ohne offene Baumscheibe, den Dünger nicht aufstreuen, sondern unterhalb der Grasnarbe einbringen. Dazu im Bereich der Kronentraufe (und etwas darüber hinaus) in regelmäßigen Abständen um den Baum herum Löcher oder Spalten in den Boden stechen. Neben einem Spaten können ein Rasenlüfter oder ein langstieliger Zwiebelpflanzer hilfreich sein. Den Dünger einbringen und gegebenenfalls mit Wasser einschlämmen. (Von einer solchen Obstbaumkultur ohne offene Baumscheibe ist allerdings abzuraten, da die Gräser – besonders bei jungen Bäumen – eine enorme Konkurrenz darstellen. Sie entziehen dem Boden nicht unbeträchtliche Mengen Wasser und Nährstoffe, die dem Baum selbst dann nicht zur Verfügung stehen. Zudem werden Mäuse und Wühlmäuse von einem Grasbewuchs angezogen und schädigen den jungen Baum durch Fraß an Wurzeln und Rinde.)

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